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Modernisieren

Heizung

Effizienter heizen

Sie können sofort viel Energie sparen, wenn Sie Ihre Räume nicht überheizen: Eine ein Grad niedrigere Temperatur heißt rund sechs Prozent weniger Brennstoffkosten. Ein neuer Heizkessel verspricht, je nach Zustand der alten Anlage, bis zu 30 Prozent Einsparung. Eine ideale Heizung gibt es jedoch nicht, nur eine Ihren Verhältnissen angepasste ideale Lösung.

Alte Anlagen oft überdimensioniert

Die Spitzenlast eines Heizkessels brauchen Sie nur an wenigen Tagen im Jahr. Den Rest läuft er auf Sparflamme. Viele Starts für geringen Bedarf heißen: viel Energieverbrauch und hohe Verluste. Auch nach einer Wärmedämmung des Hauses ist die Heizung oft viel zu groß dimensioniert. Sofern es der Kessel zulässt, kann die Leistung niedriger eingestellt und eine kleinere Düse eingebaut werden. Durch diese strömt dann weniger Gas oder Öl.

Gesetzliche Obergrenzen

Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) darf die Nennwärmeleistung eines Heizkessels nicht größer sein als der Wärmebedarf eines Hauses. Als Orientierungswert bei Ein- und Zweifamilienhäusern gelten 0,10 kW pro Quadratmeter beheizter Fläche. Für 100 Quadratmeter sind also ungefähr 10 kW Wärmeleistung des Kessels ausreichend. Bei Ölheizkesseln beginnt die Wärmeleistung erst ab 17 kW – er wäre in diesem Fall zwei Nummern zu groß.

Weniger Verbrauch mit moderner Technik

Moderne Technik macht es möglich, dass Heizanlagen Wirkungsgrade von über 90 Prozent erreichen. Die Prinzipien im einzelnen:
Niedertemperaturtechnik: Der Vorlauf ist nicht wärmer als 60 °C und der Rücklauf nicht wärmer als 40 °C. Das spart im Idealfall bis zu einem Drittel des Brennstoffs und die Hälfte der Kohlendioxid-Emmissionen ein. Zudem regeln Niedertemperatur-Heizungen ihre Betriebstemperatur je nach Außentemperatur selbst.

Modulierender Brenner: Wo herkömmliche Brenner immer wieder neu starten müssen, wenn Wärme gebraucht wird, passen sich modulierende Brenner schnell und exakt dem momentanen Bedarf an, ganz stufenlos.

Brennwerttechnik: Sie nutzt den Brennstoff gleich doppelt – über das warme Abgas, das sonst einfach entweichen würde. Dafür ist ein Wärmetauscher eingebaut, an dem warmes Wasser aus dem Abgas kondensiert. Dabei entsteht Wärme, die zusätzlich an das Heizungswasser abgegeben wird. Je niedriger die Rücklauftemperatur des Heizsystems, desto mehr Einsparung bringt die Brennwerttechnik.

Warmwasserbereitung trennen

Besonders im Sommer kann die Warmwasserbereitung über die Heizung teuer werden: Sie springt immer nur kurz an. Elektroboiler, elektrische Durchlauferhitzer, Solarkollektoren oder eine Wärmepumpe für Brauchwasser sind umweltfreundlichere Alternativen.

Umweltfreundlich heizen mit Holz

Heizkessel, die Holz als Brennstoff nutzen, gelten als besonders umweltfreundlich. Zum einen ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, zum anderen entsteht bei der Verbrennung nur die Menge an Kohlendioxid, die der Baum im Laufe der Jahre aus der Luft aufgenommen hat – der Kreislauf schließt sich wieder. In Einfamilienhäusern kommen meist Pellets- oder Stückholzheizungen zum Einsatz. Wichtig und komfortabel ist ein ausreichend großer Wärmespeicher: Niemand will, wie am Kamin, ständig Scheite nachlegen. Der Speicher nimmt die Wärme auf und gibt sie ab, wenn sie angefordert wird.

Tipps rund um die Heizung

  • Eine Gesamtkostenrechnung erstellen, in der auch die Anschaffungskosten auf die Lebensdauer umgelegt werden.
  • Große Heizkörper, Fußboden- und Wandheizflächen kommen im Gegensatz zu kleineren mit niedrigeren Vorlauftemperaturen aus und sparen somit Energie.
  • Das Dämmen der Heizungsrohre beugt Wärmeverlusten vor und verhindert eine nicht regulierbare Überhitzung in der Übergangszeit. 
  • Heizkörper so anbringen, dass man die Ventile gut bedienen kann und sie nicht (z. B. durch Möbel) verdeckt werden.
  • Damit das Ventil nicht verklebt, sollte es am Ende der Heizperiode bis zum Anschlag aufgedreht werden. 
  • Ein eingesetzter Raumfühler sorgt für eine konstante Temperatur. Die Temperatur nicht ständig mit Auf- oder Abdrehen des Thermostatventils regeln.
  • Wenn die Heizkörper ungleich warm sind, müssen sie entlüftet werden.

Probleme und mögliche Ursachen bei einer Heizungsanlage

Problem Mögliche Ursache
Brenner ist sehr laut falsche Einstellung oder Verschmutzung des Kessels
Heulen/Klappern der Umwälzpumpe defekte Pumpe: Eine Pumpe vom Fachmann einsetzen lassen, am besten eine selbstregelnde.
einige Heizkörper bleiben kalt Stauung im Wasserkreislauf
Vorlauftemperatur des Kessels ist zu hoch Vorlauftemperatur des Kessels ist zu hoch
Heizkörper ist oben kalt Luft im Heizkörper
Kalkstreifen am Heizkörper oder Wasser tritt aus Dichtungen defekt

Exkurs: Heizen mit einer Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe funktioniert im Grunde wie ein großer, umgekehrter Kühlschrank. Die Umgebung ist dabei das „Kühlfach“, die Heizkörper in Ihrem Haus sind die Kühlrippen. Wärmepumpe wie Kühlschrank haben vier Grundbestandteile: Kältemittel, Verdampfer, Kompressor und Verflüssiger. Das Kältemittel entzieht erst einmal der Umgebung Wärme – beim Kühlschrank den Lebensmitteln, bei der Wärmepumpe der Erde, der Luft oder dem Grundwasser. Es verdampft, wird im Kompressor verdichtet und erwärmt sich dabei. Die Wärme gibt es an die Kühlrippen oder eben Ihr Heizsystem ab. Das Kältemittel kühlt schließlich ab, verflüssigt sich wieder und kann neue Wärme fördern.

Die Wärmepumpe der Heizung sollten Sie jedoch nicht zur Warmwasserbereitung einsetzen. Dafür müsste die Vorlauftemperatur erhöht werden, das senkt die Leistung der Pumpe. Es gibt jedoch spezielle Brauchwasser-Wärmepumpen, die mit höheren Temperaturen arbeiten.

Wie ein Kühlschrank braucht die Wärmepumpe Strom, um zu funktionieren – ein Einsatz, der sich lohnt: Eine Kilowattstunde Strom liefert drei bis fünf Kilowattstunden Wärme. Bei enviaM gibt’s für Wärmepumpen sogar einen besonders günstigen Tarif: enviaM terratherm.

 

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