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Energiesparhaus

 

Was macht ein Haus zum Energiesparhaus?

Viele Begriffe sind im Umlauf: Energiesparhaus, Niedrigenergiehaus, Passivhaus oder gar Nullheizhaus. Die Grenzziehung fällt nicht immer leicht, da es keine geschützten Bezeichnungen sind. Gemeinsam haben sie eines: Sie brauchen weniger Heizenergie als herkömmlich gebaute, wie die folgende Tabelle zeigt:
Gebäudetyp Jahres-Heizwärmeverbrauch
in kWh pro Quadratmeter beheizter Nutzfläche
Unsanierter Altbau zum Teil über 300
Standardhaus (1995) 100
Standardhaus (2002) 70
Energiesparhaus (2002) 50
Niedrigenergiehaus 30 bis 50
Passivhaus 15 bis 30
Nullheizenergiehaus 0 bis 15
Jedes heute gebaute Standardhaus ist an früheren Maßstäben gemessen ein Energiesparhaus – sonst wird es gar nicht erst genehmigt. Das regelt seit 2002 die Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie legt Obergrenzen fest, wie viel Primärenergie ein Haus zum Heizen und zur Warmwasserbereitung verbrauchen darf. Primärenergie heißt: Die gesamte Kette der Energieherstellung zählt. Elektroheizungen gehen so mit viel höherem Gewicht in die Rechnung ein, denn schon bei der Stromherstellung entstehen rund 60 Prozent Verluste. Moderne Heizunganlagen erreichen hingegen Wirkungsgrade von 90 und mehr Prozent. Die strengen Grenzwerte lassen sich nur durch effiziente Dämmung des Hauses, den Einbau moderner Heiztechnik und nicht zuletzt auch intelligentes Lüften durch die Bewohner einhalten.

Niedrigenergiehaus und Passivhaus

Foto: Hausdach mit Solarzellen Liegt ein Haus um rund 30 Prozent unter den Verbrauchs-Grenzwerten der EnEV, gilt es allgemein als Niedrigenergiehaus. Das wird meist dadurch erreicht, dass die Fenster gar nicht mehr geöffnet werden. Stattdessen sorgt eine automatische Lüftungsanlage für ständige Frischluftzufuhr. Arbeitet diese mit Wärmerückgewinnung, holt sie sogar Wärme aus der Abluft zurück – mit Wirkungsgraden um die 96 Prozent.
Ein Haus, das sich fast von allein heizt und kühlt, heißt Passivhaus. Es braucht nur noch rund ein Fünftel der Heizenergie eines herkömmlichen Hauses. Möglich wird das durch intensive Nutzung der Solarenergie – beispielsweise über große Fensterflächen mit Wärmeschutzverglasung, transparente Wärmedämmung oder Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung. Für harte Winter oder besonders lange trübe Tage hat es eine Notheizung.

Gute Planung ist das A und O

Ob ein Haus viel oder wenig Energie benötigt, hängt von der guten Vorplanung ab. Schon die Wahl seines Standortes spielt eine Rolle: Steht es frei und ungeschützt, kühlt es der Wind viel stärker als in einer geschützten Lage. Wohn- und Arbeitsräume gehören auf die Südseite, genauso wie große Fensterflächen. Die Nordseite sollte hingegen Aufgängen und Abstellräumen vorbehalten sein und nur kleine Fenster haben. Und: Je verwinkelter ein Haus gebaut ist, desto größer wird seine Außenfläche, über die es Wärme abgeben kann. Es funktioniert dann wie ein großer Heizkörper für seine Umwelt.

 

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