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Modernisieren

Dämmung

Energiesparende Dämmung

Die Luft in Räumen ist meist wärmer als die Außenluft. Das Mauerwerk leitet die Wärme weiter, wenn es nicht besonders von außen geschützt ist – sie entweicht einfach in die Umgebung. Am kritischsten sind die Bereiche um die Fenster, die Türen, die Decken oder die Dachansätze. Dort können sogenannte „Wärmebrücken“ entstehen - Stellen, die dünner sind als die übrigen oder an denen beim Bauen anderes Material eingesetzt wurde. Wärme, die in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung nicht verloren geht, braucht Ihre Heizung nicht nachzuliefern: Mit einer wirkungsvollen Dämmung können Sie deshalb große Mengen an Energie sparen.

Auch Keller und Dach dämmen

Nicht nur an den Außenwänden Ihres Hauses kann Wärme entweichen – auch durch Mauern, an die Räume mit stark unterschiedlicher Temperatur grenzen. So wie Ihre Kellerdecke oder Ihr Dachboden. Hier lauern Wärmefallen.

Unterschiedliche Dicke - gleiche Dämmwirkung

Wieviel Dämmung sollte es sein?

Wenn Fachleute über Dämmung sprechen, geben Sie meist den U-Wert an (früher k-Wert). Er bezeichnet den Wärmeverlust pro Quadratmeter und Grad Temperaturunterschied auf der Oberfläche. Je kleiner er ist, desto besser. Ein halber U-Wert heißt ungefähr auch halbierter Wärmeverlust. Für Außenwände sollte er bei 0,3 liegen, im Dachbereich bei 0,2.

Wie erreichen Sie das?

Moderne Baustoffe wie Porenbeton oder porosierter Ziegel haben bereits U-Werte von 0,35 und darunter. An einer normalen Ziegelaußenwand hilft eine Zusatzwärmedämmung, je nach Dämmstoff zwischen zehn und 15 Zentimetern dick. Spezieller Wärmedämmputz bringt noch ein Energiespar-Plus. Und: Die Fassade wird gleich mit ausgebessert.

Das oberste Dachgeschoss oder Dachschrägen werden am besten vom Dachboden aus gedämmt. Hier empfehlen sich Stärken von 20 bis 30 Zentimetern, da die Dachziegel nur sehr dünn sind, also viel Wärme entweichen kann. An der Kellerdecke reichen 10 Zentimeter Dämmstoff. Nutzen Sie den Keller für Ihre Hobbys, sollten Sie auch die Kellerwände von außen und den Boden dämmen.

Außen- und Innendämmung

Nicht immer ist es möglich, Mauern von außen zu dämmen, so aus ästhetischen Gründen bei denkmalgeschützten Häusern oder Holzhäusern. Hier hilft eine Innendämmung. Jedoch sollte diese aus Material bestehen, das Wasserdampf gut durchlässt, da es sonst zum „Schwitzen“ der Wände und Schimmelbildung kommen kann. Bei innenliegender Dämmung ist die passive Nutzung der Solarenergie schlecht möglich.

Dämmstoff ist nicht gleich Dämmstoff

Es gibt viele Arten von Dämmstoffen: Es gibt sie als Bahnen, Matten oder einfach lose. Obwohl sie alle besser dämmen als jede Mauer, leiten auch sie Wärme. Je schlechter sie es tun, desto dünner kann die Dämmung sein. Auf ihrer Verpackung ist immer die „Wärmeleitfähigkeitsgruppe“ angegeben. Eine kleinere Zahl heißt: bessere Dämmwirkung bei gleicher Dicke. Die richtige Auswahl eines Dämmstoffs hängt von seinem Verwendungszweck ab: Innen- oder Außendämmung, Mauerdicke, Witterungseinflüsse, Einsatz in belasteten Bereiche usw..

Sie unterscheiden sich auch nach ihrer Herkunft: Mineralwolle oder Glaswolle sind anorganischen Ursprungs, Schilfrohr, Zellulose oder Faserholzplatten werden aus Pflanzen gewonnen. Das spielt vor allem im ökologischen Hausbau eine Rolle: Für Naturprodukte braucht man weniger Energie bei der Herstellung und sie lassen sich leichter entsorgen. Organische Dämmstoffe wie Holzfaserplatten oder Zelluloseflocken haben noch weitere Pluspunkte: Sie können besser die Wärme speichern und lassen Wasserdampf besser durch als beispielsweise Polystyrol und schützen besser gegen Lärm.

Die gebräuchlichsten Dämmstoffe

Bezeichnung hergestellt aus Eigenschaften gut geeignet für
Polyurethan (PUR) Erdöl niedrigste Wärmeleitfähigkeit aller bekannten Dämmstoffe, verrottungsfest, nicht UV-beständig Dachsparren, dünne Wände
Holzfaserplatten Sägemehl und feine Holzfasern, gebunden mit Lignin elastisch, gute Dampfdurchlässigkeit, schallisolierend, wärmespeichernd, recht teuer für Innendämmung im Altbau
Perlit Gemahlene Lava, durch starkes Erhitzen gedehnt leicht, körnig, unbrennbar, ungeziefersicher, mit Kunstharz oder Bitumenzusatz unempfindlich gegen Feuchtigkeit, nur mittlere Dämmfähigkeit Kerndämmung bei zweischaligen Wänden
Polystyrol (EPS) Erdöl verrottungsfest, unempfindlich gegen Feuchtigkeit, belastbar, sehr gute Wärmedämmung Bodendämmung, Kellerdämmung
Mineralfaser Gestein (Steinwolle) bzw. Glas (Glaswolle) mit Bindemittel gut wärme- und schalldämmend, nicht brennbar, verrottungsfest, preiswert universell einsetzbar, außer zur Außendämmung gegen das Erdreich
Holzwolle Holzspäne, durch Magnesit oder Zement gebunden unempfindlich gegen Feuchte, bruchfest, elastisch, schwer entflammbar, ungeziefersicher als Putzträger
Wie Sie die Sonnenenergie über Ihre Fassade zum Heizen nutzen können, erfahren Sie unter „Solarenergie“.

 

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