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Stromhandel

Stromhandel

enviaM erzeugt nur 0,5 Prozent des von den Kunden benötigten Stroms selbst. Der Rest wird bei anderen Unternehmen zugekauft.

Die Kunden ziehen daraus einen besonderen Nutzen, denn so kann Strom zu einem Zeitpunkt eingekauft werden, wenn er besonders günstig ist. Das bedeutet aber mittel- und langfristige Preisrisiken zu minimieren. Unternehmen können dieses Preisrisiko mit derivativen Produkten wie Optionen oder Termingeschäften vermeiden. Daraus eine endgültige Entwicklung der Preise für den Kunden abzuleiten, ist in einem Wettbewerbsmarkt nicht möglich. Jedoch wird im Stromhandel mit flexiblen Instrumenten in dynamischen Strommärkten agiert, um eine preisgünstige Beschaffung zu realisieren. Die preisgünstigen Beschaffungskosten beeinflussen die Strompreise positiv für unsere Kunden.

Das klingt nach Börse – das ist es auch. Wobei man Strombörsen nicht mit den Finanzbörsen in Frankfurt oder New York vergleichen kann. Es handelt sich vielmehr um rein virtuelle Börsen mit „Online-Parkett“, da der gesamte Handel über Computer und Telefon abgewickelt wird.

Die erste Strombörse wurde 1993 in Oslo eröffnet, die Nord Pool. Mit der Liberalisierung kam es Ende der 90er Jahre zu einem echten Strombörsen-Boom. So entstanden zum Beispiel in Holland die APX – Amsterdam Power Exchange - und in Deutschland die European Energy Exchange (EEX) in Leipzig.

An der deutschen Strombörse EEX kaufen und verkaufen aktuell 128 Handelsteilnehmer aus 16 Ländern Strom. Die Preise an der EEX werden durch Angebot und Nachfrage gebildet. Wenn die Stromnachfrage auf den Großhandelsmärkten steigt, gleichzeitig jedoch das Stromangebot stabil bleibt, steigen die Preise. Dieser Mechanismus lässt sich beispielsweise bei extremen Witterungsbedingungen beobachten.

Die Großhandelspreise für Stromlieferungen im Jahr 2006 zogen im ersten Halbjahr 2005 an allen europäischen Strombörsen stark an. Den geringsten Preisanstieg verzeichnete die deutsche Strombörse mit 20 Prozent. Die Preisausschläge an den Börsen wirken sich nicht eins zu eins auf die Verbraucherpreise aus, weil die Beschaffungskosten nur einer von mehreren Bestandteilen der gesamten Stromrechnung sind.

Schon vor der Gründung von Strombörsen wurde mit Strom gehandelt. Allerdings nur auf Basis von zweiseitigen Verträgen, bei denen Stromversorger mit dem Lieferanten Verträge schlossen oder Lieferanten mit den Vorlieferanten. Heute kann Strom nicht nur über Börsen oder über in- und ausländische Makler gehandelt werden, sondern auch über den außerordentlichen Handel – den so genannten OTC-Handel. OTC bedeutet „over the counter“ - direkt über den Ladentisch gewissermaßen. Dieser Handel läuft direkt zwischen Stromhändlern ab und kann auch unter zu Hilfenahme von Maklern beziehungsweise Brokern stattfinden.

 

Stromdrehscheibe Deutschland

Der deutsche Strommarkt ist weit geöffnet für Lieferungen aus dem Ausland. Durch ihre zentrale Lage in Europa ist die Bundesrepublik Stromtransitland Nummer eins. Mit Ein- und Ausfuhren von 96 Milliarden Kilowattstunden führt Deutschland bei den grenzüberschreitenden Stromlieferungen. Die Auslastung der Kuppelstellen an den deutschen Außengrenzen wird durch Versteigerungen von Übertragungskapazitäten optimiert, wie zum Beispiel im zentralen Auktionsbüro in Prag. Damit wird der Stromhandel Deutschlands mit Polen, Tschechien und seit 2006 auch mit der Slowakei gestärkt.

Stromimporte und -exporte 2004 in Milliarden Kilowattstunden

EU-Land

Importe

Exporte

Saldo

Belgien

+ 14,6

- 6,8

+ 7,8

Dänemark

+ 8,7

- 11,5

- 2,8

Deutschland

+ 44,2

- 51,5

- 7,3

Finnland

+ 11,7

- 6,8

+ 4,9

Frankreich

+ 7,0

- 73,4

- 66,4

Griechenland

+ 4,2

- 2,1

+ 2,1

Großbritannien

+ 10,0

- 2,0

+ 8,0

Irland

+ 1,5

- 0,0

+ 1,5

Italien

+ 46,4

- 0,8

+ 45,6

Luxemburg

+ 6,5

- 3,1

+ 3,4

Niederlande

+ 21,4

- 5,2

+ 16,2

Österreich

+ 16,6

- 13,5

+ 3,1

Portugal

+ 6,5

- 0,1

+ 6,4

Schweden

+ 15,6

- 17,7

- 2,1

Spanien

+ 8,1

- 11,1

- 3,0

Estland

+ 0,3

- 1,9

- 1,6

Lettland

+ 5,6

- 3,5

+ 2,1

Litauen

+ 0,1

- 7,3

- 7,2

Malta

+ 0,0

- 0,0

0,0

Polen

+ 5,3

- 14,6

- 9,3

Slowakei

+ 4,3

- 6,2

- 1,9

Slowenien

+ 3,9

- 3,8

+ 0,1

Tschechien

+ 9,8

- 25,5

- 15,7

Ungarn

+ 13,8

- 6,3

+ 7,5

Zypern

+ 0,0

- 0,0

0,0

Quelle: VDEW

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