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Sport-News

16.04.2007

Basketball- und Kino-Star Jabbar wird 60

Los Angeles (dpa) - Lewis Ferdinand Alcindor Jr. ist schon bei seiner Geburt alles andere als Durchschnitt. Als er am 16. April 1947 im New Yorker Stadtteil Harlem zur Welt kommt, misst er 69 Zentimeter.

Er wächst heran zu einem 2,18-Meter-Hünen und aus Lewis Ferdinand Alcindor Jr. wird Kareem Abdul Jabbar. Er ist in seiner Zeit einer der besten Basketballer der Welt und brilliert bei den Los Angeles Lakers neben Earvin «Magic» Johnson. Am 16. April wird Kareem Abdul Jabbar 60 Jahre alt.

Seinen Ehrentag verbringt er im Kreise seiner Familie. «Zwei meiner fünf Kinder wohnen in Los Angeles. Wir werden abends gemütlich Essen gehen, mehr nicht», sagte Jabbar, der in Los Angeles lebt und als Co-Trainer bei den Lakers arbeitet.

Mit jenem Team feiert er in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA auch seine größten Erfolge. Fünf seiner insgesamt sechs Meisterschaften gewann Jabbar mit den Kaliforniern, eine mit den Milwaukee Bucks. Der Center spielte 20 Jahre in der Liga, wurde sechs Mal zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt, so oft wie kein anderer.

Noch heute hält Jabbar sieben NBA-Bestmarken, darunter den Punkterekord mit 38 387 Zählern. «Ich glaube nicht, dass dieser Rekord jemals gebrochen wird», meint er. Denn die aktuellen Stars verdienten einfach zu viel Geld, und wer spiele heute noch 20 Jahre in der NBA? Als er 1969 in die Liga kam, war er bereits landesweit bekannt. Schon in den Jahren zuvor überragte Alcindor Jr. an seiner New Yorker Highschool alle - körperlich und sportlich.

Am College wurden seinetwegen die Regeln geändert. Denn als er mit dem Team der University of California aus Los Angeles (UCLA) 1967 ungeschlagen Meister wurde, war der Ligaverband (NCAA) um die Gleichberechtigung besorgt und verbot kurzerhand den Dunking. Alcindor musste fortan sein Spiel umstellen - und tat dies auf revolutionäre Weise. Er kreiert den Sky-Hook, einen Hakenwurf, der zu seinem Markenzeichen wurde.

«Den Wurf selbst gab es schon lange. Ich bin lediglich auf Grund meiner athletischen Fähigkeiten dabei immer abgesprungen. Deshalb sah es für viele einzigartig aus. Aber so einzigartig war es eigentlich gar nicht», erzählte Jabbar, der seinen neuen Namen trägt, seit er am 1. Mai 1971 zum Islam konvertiert ist. Einen Tag zuvor trat er letztmals unter seinem Geburtsnamen auf und gewann mit Milwaukee an der Seite von Oscar Robertson seinen ersten NBA-Titel.

Diese Meisterschaft zählt für ihn persönlich jedoch nicht so viel, wie jene 1985. In diesem Jahr besiegten die Los Angeles Lakers, für die Jabbar damals schon zehn Jahren spielte, erstmals in den Finals den Erzrivalen Boston Celtics. «Im ersten Finale war ich so schlecht, dass die Leute meinten, ich solle meine Karriere sofort beenden», erinnert sich Jabbar an die 114:148-Niederlage, bei der ihm nur zwölf Punkte gelangen. Im zweiten Endspiel erzielt er 30 Zähler, Los Angeles gewann mit 109:102 und Jabbar die Herzen der Fans zurück.

Typisch für ihn war neben dem Sky-Hook auch die extravagant anmutende Sportbrille. Zu seinem Abschiedsspiel 1989 liefen alle Akteure mit dieser Brille auf und jeder Spieler versuchte mindestens einmal den Hakenwurf.

Jabbar füllte nicht nur die großen Sporthallen, sondern auch die Kino-Säle. Er spielte unter anderem mit Leslie Nielsen in dem Leinwand-Hit «Die unglaubliche Geschichte in einem verrückten Flugzeug». Mit Bruce Lee stand er in dem Streifen «Game of Death» vor der Kamera. Dabei gibt es zwischen beiden eine rund dreißigminütige Kampfszene. «Das war schwerer als jedes Basketballspiel. Die Choreografie musste genau stimmen und wir haben viele Szenen wiederholt. Für die dreißig Minuten haben wir acht Tage gedreht. Aber den Zuschauern im Kino hat es gefallen und das war das Wichtigste.»

 

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