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Renovieren

Schönheitsreparaturen

(Alle Angaben ohne Gewähr.)

Sie ziehen bald aus Ihrer Mietwohnung aus und wissen nicht genau, zu welchen Renovierungsarbeiten Sie rechtlich verpflichtet sind und um welche Dinge sich der Vermieter selbst kümmern muss? Nachfolgend halten wir für Sie viele nützliche Tipps und hilfreiche Informationen zum Thema Schönheitsreparaturen bereit.

Was sind Schönheitsreparaturen?

  • Unter Schönheitsreparaturen versteht man die Erneuerung der Dinge, die sich durch normale Benutzung im Laufe der Mietzeit abgenutzt haben.
  • Dazu zählen folgende Arbeiten:
    - Wände und Decken tapezieren / anstreichen
    - Zimmertüren streichen
    - Fensterrahmen / Wohnungstür von innen streichen
    - Heizkörper streichen (inklusive der Heizungsrohre)
    - Dübellöcher verschließen

Wer muss renovieren - Mieter oder Vermieter?

  • Rechtlich fallen alle Schönheitsreparaturen dem Vermieter zur Last. Vorausgesetzt, der Mieter hat die Einrichtungsgegenstände der Wohnung nicht unsachgemäß benutzt und sie dadurch beschädigt.
  • Der Mieter muss nur renovieren, wenn dies im Mietvertrag festgelegt ist.
  • Enthält der Mietvertrag keine Regelung über Schönheitsreparaturen, kann der Vermieter diese nicht nachträglich vom Mieter verlangen.

Wann muss der Mieter Schönheitsreparaturen durchführen?

  • Achtung: Nicht alle Schönheitsreparaturklauseln in Mietverträgen sind auch tatsächlich wirksam! Achten Sie deshalb genau auf die Formulierung.
  • Unwirksam sind Klauseln mit folgendem Inhalt:
    - Der Mieter muss bei seinem Auszug renovieren - egal wie lange er schon in der Wohnung wohnt.
    - Der Mieter muss Schönheitsreparaturen bei Bedarf oder "sobald sie erforderlich sind" durchführen.
      (Bei dieser Formulierung müsste der Mieter auch für Abnutzungserscheinungen aufkommen, die der
      Vormieter verursacht hat!)
    - Zusätzlich zu den üblichen Schönheitsreparaturen muss der Mieter auch die Teppichböden auswechseln oder
      ähnliche Forderungen erfüllen.
  • Wirksam sind Klauseln, die bestimmte Renovierungsfristen beinhalten. Übliche Fristen sind dabei:
    - Küche, Bäder und Duschen: alle drei Jahre
    - Wohn- und Schlafzimmer, Flure, Dielen und Toiletten: alle fünf Jahre
    - Andere Nebenräume: alle sieben Jahre
  • Die Fristen beginnen mit dem Einzug bzw. der letzten Mietrenovierung.
  • Wenn der Mieter vor Ablauf der Fristen auszieht, muss er gar nicht renovieren.
  • Ausnahme ist eine Zusatzklausel im Mietvertrag, die besagt, dass der Mieter bei seinem Auszug einen Teil der Renovierungskosten bezahlen muss, obwohl die Fristen noch nicht abgelaufen sind.
  • Die üblichen Mieteranteile an den Kosten für Schönheitsreparaturen:
    20 Prozent wenn die letzten Schönheitsreparaturen länger als ein Jahr zurückliegen.
    40 Prozent wenn die letzten Schönheitsreparaturen länger als zwei Jahre zurückliegen.
  • Es ist nicht zulässig, dass der Mieter schon beim Einzug Schönheitsreparaturen durchführen soll.
  • Der Mieter muss nicht mehr Schönheitsreparaturen durchführen und bezahlen, als er selbst verwohnt hat.
  • Die Formulierung "besenrein" im Mietvertrag verpflichtet den Mieter nicht zu einer Renovierung. Der Mieter muss die Wohnung nur sauber und aufgeräumt an den Vermieter übergeben.

 

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